Wenn Struktur Atmosphäre schafft: Ein neues Mitarbeiterrestaurant
- 13. Apr.
- 3 Min. Lesezeit
Manchmal beginnt ein Projekt mit einem wunderbaren Raum. Dieser Raum hat alles, bringt jedoch gleichzeitig große Herausforderungen mit sich. Der Neubaukomplex einer Hamburger Privatbank im Ipanema Quartier der City Nord beeindruckt durch architektonische Qualitäten. Eine geschwungene Glasfassade, großzügige Raumvolumina und Deckenhöhen von bis zu sechs Metern sorgen für eine fast ständig lichtdurchflutete Atmosphäre. Doch genau diese Großzügigkeit formuliert die planerische Herausforderung: Wie lässt sich aus architektonischer Weite ein Raum mit Aufenthaltsqualität entwickeln?
Raumkörper, die Orientierung schaffen & Struktur statt loser Möbel
Große Räume lassen sich nicht einfach möblieren. Sie müssen strukturiert werden. Im Mitarbeiterrestaurant „1590“ einer Hamburger Privatbank geschieht dies über eine klare Zonierung. Unterschiedliche Sitzbereiche, präzise gesetzte Raumkörper und eine Möblierung, die bewusst verschiedene Sitzsituationen zulässt, schaffen eine einladende Atmosphäre. Gruppentische für gemeinsames Essen oder kurze Meetings stehen neben kleineren Rückzugsorten. Lounge-Situationen wechseln sich mit klassischen Tischplätzen ab. Wer kurz alleine einen Kaffee trinken möchte, findet ebenso einen Platz wie ganze Teams, die sich zum Austausch treffen.
Zwei freistehende Meetingboxen sind im Raum platziert. Sie übernehmen mehrere Funktionen zugleich: Sie strukturieren Laufwege, schaffen räumliche Orientierung und bieten Rückzugsorte für Besprechungen. Die Boxen wirken wie kleine architektonische Häuser im Raum – offen genug, um Teil des Ganzen zu bleiben, und geschlossen genug, um Ruhe zu ermöglichen.
"Das neue Mitarbeiterrestaurant ist ein Ort für Pause, Austausch und Alltag. Ein Raum, der eigentlich eine Halle ist, wie eine Kantine funktioniert, aber den Charakter eines Restaurants hat."
Materialien, die Atmosphäre kreieren
Ein entscheidender Beitrag zur Raumwirkung entsteht über die Materialität. Bankanlagen ziehen sich als verbindendes Element durch den Gastraum und sind doch in vielen Details unterschiedlich ausgeführt. Teilweise gefliest und teilweise mit hölzerner Riffelstruktur versehen, entstehen kleine Variationen, die dem Raum Tiefe geben. Gerade in großen Räumen sind es diese handwerklichen Details, die Atmosphäre schaffen. Materialien werden spürbar – sie bringen Haptik, Wärme und eine ruhige Wertigkeit in die Architektur.
Gemeinschaftsverpflegung ohne Kantinengefühl
Ein zentrales Thema des Projekts war die Organisation der Verpflegung. Bis zu 200 Gäste nutzen das Restaurant gleichzeitig. Die Abläufe müssen effizient funktionieren, ohne dass der Raum gestalterisch zu einer nüchternen Speisenausgabe wird. Anstelle eines typischen Edelstahl-Körpers erinnert das Ensemble eher an eine offene Küche. Industrieverglasungen, klar strukturierte Stationen und Einblicke in die Zubereitung geben dem Bereich den Charakter einer Zuhause-Küche. Wandfliesen mit Haptik und eine gebürstete Natursteinarbeitsplatte wirken dem kühlen und cleanen Charakter der Großküche entgegen.
Café mit Funktion & persönlicher Note
Die Café-Situation ist mit einer angrenzenden hauseigenen Patisserie verbunden. Der Handwerkscharakter und die persönliche Note der Privatbank stehen hier besonders im Fokus. Das funktionale Rückbuffet ist in Anlehnung an ein großzügiges Bibliotheksregal gestaltet. So entsteht ein subtiler Übergang vom funktionalen Arbeitsbereich des Tresens zu den Sitzbereichen. Dort wird das Regal mit Kunst, Pflanzen und Dekoration bestückt.
Fazit: Ein Raum, der begeistert
Insgesamt zeigt dieses Projekt, wie durchdachte Gestaltung und kreative Lösungen einen Raum schaffen können, der nicht nur funktional ist, sondern auch emotional anspricht. Die Kombination aus Struktur, Materialität und Atmosphäre sorgt dafür, dass sich Gäste wohlfühlen und gerne wiederkommen. Es ist ein Ort, der nicht nur für Pausen gedacht ist, sondern auch für Austausch und Gemeinschaft. Ein Raum, der die Identität der Privatbank widerspiegelt und gleichzeitig einladend für alle ist.
Durch die gelungene Umsetzung dieser Ideen wird die HINSCHE GastroDesign GmbH zum führenden Partner für die Entwicklung und Realisierung ganzheitlicher Einrichtungskonzepte in der Gastronomie, Hotellerie und Gemeinschaftsverpflegung. Wir schaffen Räume, die Gäste begeistern und langfristig erfolgreich sind.




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